Poker Grundlagen
November 30, 2008
Poker ist ein recht einfaches Spiel, die Grundregeln sind einfach und schnell erlernt. Die Poker Begriffe sind alle englisch und werden daher international verstanden.
Poker Blatt
In der Regel wird mit einem herkömmlichen Poker Blatt (52 Karten, französisches Blatt) gespielt. In einigen Pokervarianten werden mehr oder weniger Karten verwendet. Ich gehe aber in den Grundkenntnissen von einem 52 Blatt Spiel aus.
Poker Karten finden Sie in jedem Supermarkt, meistens steht bereits Poker oder Rommé darauf. Die Joker sind natürlich vorher auszusortieren, nur einige wenige Pokervarianten erlauben einen Joker.
Spieler
Im Poker gibt es keine direkt begrenzte Teilnehmerzahl, wie es etwa beim Skat oder Doppelkopf der Fall ist. Sie können beispielsweise zu zweit, zu sechst oder auch zu zehnt spielen. Mehr als zehn Spieler sollten es dann aber nicht sein.
Grundeinsätze / Zwangseinsatz
Damit das Pokerspiel von Anfang an auch Spaß macht und der Pot gefüllt wird, sind Grundeinsätze zu zahlen. Bei einigen Pokervarianten werden Grundeinsätze (Ante -> vom lateinischen ‘vor’) von zwei Personen (kleiner und großer Blind) erhoben, bei anderen Varianten muss jeder Spieler einen Ante setzen. Dadurch wird verhindert, das schlechte Karten ständig abgeworfen werden (fold = engl. ‘falten’) und nur gute Karten gespielt werden, was auf Dauer langweilig wird.
Reihenfolge beim Spiel
Eine Person ist der Dealer (Kartengeber), danach kommt der kleine Blind und dann der große Blind. In der privaten Runde oder in Clubs ist der Dealer (=engl. Geber) auch gleichzeitig der Kartengeber. In der Spielbank übernimmt das der Croupier, so dass der Dealer nur imaginär vergeben wird. Nach jeder Runde wechselt der Dealer und auch damit die Grundeinsätze im Uhrzeigersinn. So wird also ein Spieler beispielsweise aller sechs Runden einmal Dealer sein, wenn es sechs Spieler gibt.
Spielbeginn
Sie erhalten vom Geber Karten, die Sie abhängig von der Poker Variante entweder vollständig verdeckt aufnehmen oder teilweise offen legen müssen. Nun beginnt eine erste Wettrunde, das heißt jeder kann bis zum Grundeinsatz auffüllen, erhöhen oder die Karten ablegen. Nun folgen weitere Karten und Wettrunden, wie viele genau hängt von der Pokervariante ab. Zum Schluss kommt der Showdown, wo sich die noch verbliebenen Spieler vergleichen.
Im Spiel: BET, CALL, CHECK, RAISE, FOLD
Diese fünf Grundbegriffe sind sehr wichtig, da diese Ihre möglichen Aktionen in einem Pokerspiel darstellen.
BET
Bet bedeutet nichts anderes als ‘wetten’. Im Endeffekt wetten Sie ja darauf, dass Sie das beste Blatt auf der Hand haben bzw. noch erhalten werden. BET bezeichnet das Setzen eines Einsatzes.
CALL
Call ist das Bestätigen (Mitgehen) eines Einsatzes (bet). Setzt ein Spieler 5 Chips als BET und setzen Sie diese 5 Chips ebenfalls um damit ‘mitzugehen’ haben Sie den Einsatz gecallt.
CHECK
Auf deutsch kann man das CHECK mit ’schieben’ bezeichnen. Möchten Sie nichts einsetzen, so können Sie checken. Sie haben dadurch keine Verpflichtungen, das heißt Ihre Karten bleiben in der Hand. Checken alle noch im Spiel befindlichen Spieler, wird die nächste Runde begonnen. Setzt aber ein Spieler nach Ihnen einen Einsatz, so haben Sie dann die Möglichkeit den bet zu callen, den Einsatz zu erhöhen (raise) oder die Karten abzulegen (fold).
RAISE
Raise ist das Erhöhen eines BETs. Setz ein Spieler 5 Chips haben Sie die Möglichkeit diese Wette mitzugehen (call), die Karten abzulegen (fold) oder aber auch den Einsatz erhöhen (Raise). In diesem Fall muss der nächste Spieler diesen erhöhten Einsatz mitgehen oder erneut erhöhen. Ein Raise muss immer doppelt so hoch sein, wie der anfängliche bet. In unserem Beispiel wird also um 5 Chips auf 10 Chips erhöht. Der Spieler, der den ersten bet gesetzt hat, muss also noch 5 Chips nachlegen um im Spiel zu bleiben, wirft er die Karten ab und bestätigt den Raise nicht, so verliert er den Einsatz.
FOLD
FOLD (passen) ist das Abwerfen der Karten und damit die Beendigung des aktuellen Spiels für den Spieler. Sie haben in dem Fall keine Ansprüche auf den Pot. Fold ist die häufigste Aktion eines Pokerspielers. Wurde kein Einsatz eines Spielers getätigt, sollten Sie erstmal checken. Kommt dann ein bet so haben Sie dann immer noch die Möglichkeit die Karten zu folden. Das folden der Karten ist das stärkste Instrument eines Pokerspielers, er kann es immer und zu jeder Zeit einsetzen.
Showdown
Der Showdown bezeichnet das Vergleichen der Blätter am Ende eines Pokerspiels. Es muss derjenige seine Karte zeigen, der zuerst gesetzt hat. Den anderen ist es überlassen, die Karten aufzudecken, das macht natürlich nur Sinn wenn das eigene Blatt niedriger ist als das bereits aufgedeckte. Wird vor dem Showdown nur gecheckt, zeigt der Spieler seine Karte zuerst, der die letzte Runde eröffnet hat.
Poker Ranking
Um zu erkennen wer denn nun eigentlich gewonnen hat, sollte jeder Pokerspieler das Poker Ranking der Karten im Blut haben, welches für alle Pokerarten gleichermaßen gilt. Es gibt noch ein Low Ranking, das aber hier an der Stelle erstmal nicht beachtet wird.
Das Ranking definiert die Reihenfolge der Gewinnblätter. Gerade Anfänger haben teilweise ein schlechtes Gefühl dafür, welche Karten denn nun besser sind oder nicht. Das Ranking sollte daher vorher genaustes studiert werden, denn ein zögern oder überlegen im Spiel ist kontraproduktiv.
Treffen der Schande
November 30, 2008
Findet man in einer anderen News des heutigen Tages noch ausnahmsweise positive Nachrichten zum Thema Poker und das Gesetz, folgt auch hier schon die nächste Hiobsbotschaft. Denn in dem deutschen Bundesland Hessen droht unter Umständen eine Entwicklung, die direkt einem Roman George Orwells entsprungen zu sein scheint.
Wie der Focus auf seiner Homepage berichtete, kam es letzte Woche in Hessen zu einem brisanten, ja fast beängstigenden Treffen. Vertreter der fünf größten deutschen Internetprovider waren vergangenen Mittwoch zu einer Besprechung ins hessische Innenministerium geladen, deren Kernpunkt die Möglichkeit einer gesetzlich verordneten, providerseitigen Sperrung ausländischer Webseiten mit Glückspielinhalten darstellte. Und da ja Poker in Deutschland, laut dem Glückspielstaatsvertrag, als Glückspiel klassifiziert wird, wären auch Pokeranbieter davon betroffen.
Details wollten die Vertreter des Innenministeriums zu diesem Gespräch leider nicht verraten, aber da die Provider glücklicherweise weniger geheimniskrämerisch veranlagt sind, wurde zumindest bekannt, dass ca. 25 Seiten von dieser zunächst freiwilligen Sperrung betroffen wären. Es bleibt zu hoffen, dass die Internetanbieter nicht auf die Forderungen eingehen.
Ein solcher Präzedenzfall könnte weiteren Bevormundungen der Bürger Tür und Tor öffnen. Auch die Musik – und Filmindustrie hätte natürlich an solchen Sperren größtes Interesse. Traurig, dass eine westliche Demokratie zu ähnlichen Mitteln greifen will, wie zum Beispiel China oder Nord Korea. In diesen Staaten schreibt das Regime den “Bürgern” auch durch DNS Sperren vor, was für Seiten besucht werden dürfen.
Glücklicherweise ist es ein Leichtes DNS – Sperren zu umgehen, mit einem Proxy Server oder einem alternativen DNS – Server des OpenDNS Projektes zum Beispiel.
In einer Zeit, in welcher die Privatsphäre des Menschen durch paranoide Gesetze, entstanden unter wahnwitzigen Vorwänden, schrittweise zerstört und überkontrolliert wird, wäre solch eine Entwicklung nur ein weiterer Sargnagel für die Idee eines freien, mündigen und vor allem selbst bestimmten Bürgers und anderer Grundprinzipien unserer demokratischen Gesellschaft.
Ein weiterer kleiner Schritt in Richtung eines orwellschen Fiebertraums. Zwar geht es in diesem Zusammenhang nicht um solch fundamentale Eingriffe in die Privatsphäre wie im Fall der Vorratsdatenspeicherung, trotzdem ist es nur ein weiteres Anzeichen eines sehr fragwürdigen Trends der letzten Jahre. Einmal ganz abgesehen von der Tatsache, dass von solch einer Sperre einzig und allein die monopolisierten, staatlichen Lotterien profitieren würden. Gewinnmaximierung mit unlauteren Mitteln sozusagen.
Quelle: Focus
Poker Partie endet mit Gewehrschuss
November 28, 2008
Am Mittwoch endete ein Heads-Up-Pokerspiel in Williston, Florida mit einem Schuss. Nachdem Decurtis Lee eine Hand mit einem Fünfer-Paar gegen ein Vierer-Paar von Ralf Rackard gewann , wurde es dem unterlegenen Rackard zu viel. Er nahm ein Gewehr und feuerte eine Patrone auf den Gewinner ab.
Das Opfer wurde nicht ernsthaft verletzt, da Rackard eine so genannte Low-Powered-Shot-Shell, eine Patrone mit abgemilderter Durchschlagskraft, benutzt hatte. Nach eigener Aussage fühlte sich Rackard von Lee betrogen. Die beiden spielten Five-Card-Stud, eine veraltete Stud-Variante wie sie im Film “The Cincinnati Kid” vorkommt.
Das historische Vorbild für diese Schießerei ereignete sich im Jahr 1876, als Wild Bill Hickok beim Poker mit schwarzen Achten und Assen auf der Hand von Hinten erschossen wurde. Damals ahnte der Schütze wohl nicht, dass seine Tat in der Zukunft tausendfach zitiert würde. Nämlich jedesmal, wenn eine Schusswaffe beim Poker benutzt wird.
Der Vorfall ist nicht der erste seiner Art in dieser Region von Florida. Erst kürzlich wurden drei Leichen in einem Illegalen Card-Club gefunden, die wegen Cheating ihr Leben lassen mussten. Zuvor hatte eine andere Person in Palatka ein Home-Game gestürmt und einem Spieler in die Hüfte geschossen. Poker in Florida ist nicht ganz ungefährlich.
Das Opfer des jüngsten Vorfalls kann jedenfalls froh sein, dass der Täter keine „second-bullet“ abgefeuert hat. So ist er nochmal glimpflich davongekommen.
November 28, 2008
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Quelle: www.onlinepoker.org.es
Ultimate und Absolute Poker werden zu Cereus
November 26, 2008
Seit heute gibt es eine vollkommen neue Poker Plattform. Sie heißt CEREUS und vereint die skandalgeplagten Seiten UltimateBet und Absolute Poker.
In einer Pressemitteilung heißt es, die Zusammenführung der Seiten sei in erster Linie durchgeführt worden, um den Spielern mehr Features, größere Turniere mit noch mehr Spielern, mehr Sicherheit und größere Bad-Beat Jackpots zu bieten.
In Wirklichkeit geht es wohl eher darum, das Stigma loszuwerden, das den beiden Seiten seit dem Skandal um die Superuser-Accounts anhaftet. Die Seiten mussten betrogenen Usern knapp 15.000.000 Dollar als Kompensation für den Schaden zurückzahlen, der durch die dunklen Machenschaften entstanden ist.
In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Die Entstehung von Cereus ist das Ergebnis von mehr als 12 Monaten Entwicklung und bietet eine flexible Online-Poker Lösung für die Mitglieder der UB und AP Communities. Die neue Plattform basiert auf „state oft the art“ Technologie und ein 24 Stunden Sicherheits-Center garantiert ein „wasserdichtes“ Spielerlebnis.“
Bleibt zu hoffen, dass sich derartige Vorfälle mit Superuser-Accounts nicht wiederholen. Der Aspekt, der seinerzeit wohl den größten Vertrauensverlust bewirkt haben dürfte, war die traurige Tatsache, dass Mitarbeiter der Seite darin verwickelt waren.
Quelle: Pokerolymp.de
Sun Poker wechselt ins Ipoker Netzwerk
November 25, 2008
Sun Poker wechselt nun auch in das I poker netzwerk dieses wird immer größer und CryptLogic verliert eines seiner Zugpferde.
Sunpoker hat in letzter Zeit erheblich an Popularität gewonnen nicht zuletzt durch das stark vergrößerte angebot am Live Satelites.Der Wechsel bei Sunpoker soll mitte Dezember über die Bühne gehen die Suer haben Zeit bis Januar 2009 um sich die neue Software runterzuladen und zu Installieren.Auch müssen die Spieler ihre Bankroll von Cryptlogic zu Ipoker übertragen.
Der Umzug soll Sunpoker einen weiteren Zuwachs an Spielern bringen dass ist zumindest das was man sich erhofft.Man möchte seinen Spielern mit dem Wechsel ein größeres Spielangebot und eine der beliebtesten Poker Softwares bereitstellen.
Poker Spielarten
November 21, 2008
Man unterscheidet grob zwischen drei verschiedenen Kategorien des Kartenpokers.
In die Kategorie Hold’em fällt neben Texas Hold’em, das seit einiger Zeit mit Abstand die beliebteste Variante ist[5], auch Omaha Hold’em, die der erstgenannten Variante sehr ähnlich ist. Bei diesen und allen weiteren Hold’em-Varianten kommen im Laufe der Zeit so genannte Community Cards (dt. Gemeinschaftskarten oder engl. Board Cards), bei diesen beiden Varianten sind es fünf, auf den Tisch. Mit diesen Karten kann jeder Spieler seine Hand bilden. Zusätzlich zu diesen Karten erhält jeder Spieler zu Beginn einer Runde Hole Cards. Diese Karten sind nur für diesen Spieler ersichtlich, können also nur von diesem Spieler genutzt werden. International ist die Variante No Limit Texas Hold’em am weitesten verbreitet. No Limit bedeutet, dass jeder Spieler in jedem Zug alle seine Chips setzen kann. Speziell bei der Variante Omaha Hold’em ist das Limit Pot Limit sehr weit verbreitet. Der Grund für die Popularität von Texas Hold’em ist, dass das Spiel zwar für Anfänger leicht zu erlernen ist, es aber dennoch seine Zeit braucht, bis ein Spieler ein hohes Niveau erreichen kann.
Beim Stud Poker erhält jeder Spieler sowohl offene, als auch verdeckte Karten. Ein weiteres Merkmal dieser Variante ist, dass die Position des Spielers, der die Runde eröffnet, sehr häufig wechselt. In diese Kategorie fällt neben dem Casinospiel Tropical Stud auch das weit verbreitete Seven Card Stud, welches das ältere Five Card Stud fast völlig verdrängt hat. Stud wird in der Regel immer mit Ante und Fixed Limit gespielt. Seven Card Stud war bis vor einigen Jahren meistens die einzige Variante, die in Casinos angeboten wurde. Mittlerweile offerieren aber auch immer mehr Spielbanken Texas Hold’em.
Die dritte Kategorie, das Draw Poker, wird als die Älteste angesehen. Hier erhält jeder Spieler eine, je nach Variante, festgelegte Anzahl an Karten, die er verdeckt in seiner Hand hält. Draw Poker ist die einzige Kategorie, bei der ein Spieler keine Karten des Gegners zu Gesicht bekommt. Deshalb ist der Glücksfaktor bei den Varianten des Draw auch größer als die Varianten des Stud und Hold’em Poker. Die bekannteste Variante ist Five Card Draw. Bei dieser Variante hält jeder Spieler fünf Karten in der Hand. Er kann in mehreren Setzrunden Karten gegen unbekannte Karten tauschen, um seine Hand zu verbessern. Five Card Draw war auch lange Zeit die beliebteste, am weitesten verbreitete Variante und wurde auch in vielen Filmen thematisiert. Hier sind insbesondere Western hervorzuheben, was den Grund hat, dass die Variante im Wilden Westen sehr weit verbreitet war.
Weitere verbreitete Casinopokervarianten, die nicht direkt zu diesen Kategorien gehören, sind Pai Gow Poker und Easy Poker. Poker kann auch mit Würfeln gespielt werden. Pokerwürfel entstanden um 1880 in den USA. Es existiert ein Patent aus dem Jahre 1881. Pokerwürfel zeigen an den sechs Flächen die Kartensymbole Ass, König, Dame, Bube, Zehn und Neun. Das Ass liegt der Neun, der König der Zehn und die Dame dem Buben gegenüber. Die drei grundlegend verschiedenen Formen des Würfelpoker sind Poker Dice oder Offenes Würfelpoker, Liar Dice oder Verdecktes Würfelpoker (franz. Poker menteur) und Escalero. Würfelpoker ist deutlich sporadischer verbreitet als Kartenpoker.
Setzstruktur
Die Setzstruktur gibt an, wie viel ein Spieler setzen und um wie viel er erhöhen darf. Auch hier wird zwischen verschiedenen Variationen unterschieden. In der No Limit-Variante darf der Spieler jederzeit seine gesamten Chips setzen, man sagt: er ist all in. Dieses Limit wird besonders häufig in den Hold’em-Varianten eingesetzt. Eine weit verbreitete Weisheit besagt, dass man bei No Limit die Karten seines Gegners spielt. Die Pot Limit-Variante unterscheidet sich von dem oben genannten No Limit nur dadurch, dass höchstens soviel gesetzt werden kann, wie sich bereits im Pot befindet. Wenn ein Spieler einen Einsatz leistet, wird dieser sofort zum Pot dazu addiert. Fixed Limit (oft auch nur Limit genannt) schreibt die Höhe der Einsätze und Erhöhungen direkt für jede einzelne Setzrunde vor. Es ist zwar möglich, dass in jeder Setzrunde das gleiche Limit verwendet wird, jedoch ist dies unüblich. Weit verbreitet ist es, dass der Grundeinsatz nach der Hälfte der Setzrunden verdoppelt wird. Eine weitere, häufig angewendete Regelung ist, dass in einer Setzrunde höchstens dreimal erhöht werden darf. Dieses Limit ist dem No Limit sehr gegensätzlich. Man sagt, dass hier, anders als bei No Limit, die eigenen Karten gespielt werden. Der Unterschied rührt daher, dass es bei dieser Variante sehr schwer ist, den Gegner aus einer Hand zu bluffen. Spread Limit ist bei weitem nicht so verbreitet, wie die drei anderen Varianten. Hier darf nur innerhalb eines bestimmten Bereichs gesetzt oder erhöht werden.[6]
Bei allen Limit-Varianten muss ein Spieler, der erhöhen will, den Einsatz mindestens um den Big Blind erhöhen. Bei Fixed Limit wird dies dem Spieler sogar vorgeschrieben; er muss also genau um den Blind erhöhen. Eine Ausnahme stellt bei den Varianten No- und Pot Limit das all in dar.
Eine weitere Ausnahme bildet der sogenannte Cap, hierbei wird der maximale Einsatz eines einzelnen Spielers über alle Setzrunden auf einen festen Betrag limitiert. Effektiv wird somit der Stack der Spieler für jede laufende Hand auf den Cap limitiert. Normalerweise werden nur No Limit und Pot Limit Cash Games mit hohen Blinds bzw. Antes mit einem Cap gespielt.
Struktur der Mindesteinsätze
- Siehe auch Abschnitt Mindesteinsätze
Damit ein gewisser Druck auf die Spieler ausgeübt wird, müssen sich vor dem Beginn einer Spielrunde eine gewisse Menge an Chips im Pot befinden. Je nach Variante sind die beiden Lösungen Blind und Ante verbreitet. Während Erstere nur von zwei Spielern entrichtet werden, dem so genannten Small- und Big Blind, muss das Ante von allen Spielern gezahlt werden.
Bei Hold’em-Varianten werden traditionell immer Blinds verwendet. Dem entgegen stehen sowohl Stud- als auch Draw-Varianten bei denen fast ausschließlich Antes geleistet werden müssen. Besonders im späteren Verlauf bei großen Hold’em-Turnieren, aber auch in Cash Games, werden oftmals sowohl Blinds als auch Antes verwendet.
Wertungsvarianten
Die Wertungsvariante gibt die Reihenfolge der Kombinationsmöglichkeiten einer Hand an.
Die klassische Variante ist High. Hier gewinnt die beste Hand, gemessen an den gewöhnlichen Kombinationsmöglichkeiten. Der Royal Flush ist also die stärkste Hand, während High Card die schwächste Kombination darstellt. High ist heute am Weitesten verbreitet.
Bei Low (auch Lowball) gewinnt nicht die nach obigen Maßstäben beste, sondern die schwächste Hand. Low ist eigentlich nur ein Überbegriff, der wiederum verschiedene Wertungsvarianten kennt. Die am weitesten verbreitete Untervariante von Low wird Lowball ace to five genannt. Sie kennt weder Straights noch Flushs. Die niedrigste Karte ist das Ass, die eine Eins repräsentiert. Auf das Ass folgt die gewöhnliche Reihenfolge, also 2-10, gefolgt von den Bildkarten. Die beste Hand in oben angesprochener Variante ist also eine Kombination der Karten von Ass bis Fünf, die Schwächste ist ein Vierling aus Königen mit einer Dame als Kicker. Eine weitere Untervariante ist Lowball Deuce to Seven. Hier gibt es alle gewöhnlichen Kombinationen, also auch Straights und Flushs. Das Ass gilt als höchste Karte. Die beste Hand ist also Zwei bis Sieben ohne Sechs. Falls mehrere Spieler bei Low die gleiche Kombination haben, verliert der Spieler mit der höchsten Karte. Falls diese identisch ist, zählt die zweit-, danach die dritthöchste Karte. Falls zwei oder mehr Spieler die gleiche beste Hand halten, kommt es wie gewohnt zu einem Split Pot.
Daneben gibt es auch High/Low. Diese Variante vereint die beiden anderen Wertungsvarianten. Der Pot wird am Ende in zwei gleich große Teile aufgeteilt. Ein Teil geht wie in bei High an die beste, der andere wie bei Low-Variante an die niedrigste Hand. Es ist durchaus möglich, wenn auch unwahrscheinlich, mit einer Hand sowohl die beste Low-, als auch die beste High-Hand zu halten (Scoop). Besonders die Hand Ass bis Fünf (das sogenannte Wheel) wird angestrebt, da sie sowohl eine Straight, als auch die Low Nuts darstellt. Eine andere interessante Untervariante, welche häufig in unten beschriebenen High/Low-Varianten zur Anwendung kommt, ist das sogenannte Eight or better. Um sich hierbei für eine Low-Hand zu qualifizieren, benötigt der Spieler fünf ungepaarte Karten mit dem Wert 8 als höchstem erlaubten Wert. Das Ass zählt als Eins, Flushes und Straights zählen nicht gegen den Spieler.
Sonderregeln
Neben Home Games werden Sonderregeln des Öfteren auch bei Cash Games verwendet. Wenn bei einem solchen Spiel alle im Pot verbliebenen Spieler einen Regeländerungsvorschlag akzeptieren, wird dieser in der Regel auch angewendet. Eine bekannte Sonderregel ist, dass ein Spieler eine Mindesthand haben muss, damit er zu Beginn setzen darf. Bei dem Casinospiel Let it Ride bekommt der Spieler erst Geld ausgezahlt, wenn er eine bessere Hand als ein Paar Zehner hat. Ebenfalls weit verbreitet ist die Regelung, dass bestimmte Karten eines Decks zu Jokern erklärt werden. Dafür können Wildcards eingeführt werden. Dadurch wird auch ein Fünfling möglich. Diese Hand schlägt nach den gängigen Regeln sogar einen Royal Flush.
Daneben gibt es eine Reihe von modifizierten Varianten, wie etwa Royal Hold’em oder Speedpoker.
Pokerroom und Europoker machen Schluss !
November 21, 2008
Wie soeben dem neuesten Quartalsbericht von bwin zu entnehmen ist, stellen die Online-Poker-Seiten PokerRoom und EuroPoker Anfang 2009 ihren Betrieb ein. Als Begründung wird mangelnder Ertrag der beiden Pojekte genannt.
So heißt es in dem brisanten Bericht: „Während bwin poker eine dynamische Entwicklung erlebt, bleiben die Poker-Labels PokerRoom und EuroPoker unter den Erwartungen. Wie bereits kommuniziert, werden im Laufe des Q1 2009 die verschiedenen Poker-Labels auf bwin poker zusammengeführt. Somit profitiert das Pokersegment von der starken Marke bwin sowie von einer verbesserten Kosteneffizienz.“
Weiter unten steht geschrieben: „Durch die Zusammenführung der verschiedenen Poker-Labels auf bwin poker mit Q1 2009 ist eine deutliche Reduktion der Fremdwährungsschwankungen zu erwarten, da die Bewertung der Kundengelder auf bwin poker auf EUR-Basis vorgenommen wird, während die Kundengelder der Labels PokerRoom und EuroPoker auf USD-Basis bewertet werden.
Es steht also fest, dass die beiden betroffenen Seiten unter bwin poker weitergeführt werden. Angst um ihr Geld brauchen die Spieler also nicht zu haben.
Diese Ereignisse sind wieder mal ein Indiz dafür, wie hart umkämpft der Online-Poker-Markt mittlerweile ist. Eine Konsolidierung scheint unausweichlich.
Deutsche Pokermeisterschaften
November 21, 2008
Die deutsche Pokermeisterschaft ging vor wenigen Tagen zu Ende. Bis um vier Uhr nachts duellierten sich die besten Pokerspieler des Landes. Von den einst 160 Teilnehmern kamen dann Roberto Dona und Jan Jachtmann ins große Finale.
Das Heads-Up dauerte über 40 Minuten, bis es in die finale Hand ging. Jachtmann ging mit (Karo König, Herz 2) all-in, der Kontrahent callte den Einsatz und drehte (Ass, König suited) um. Zwar kam kein Ass, welches Dona souverän in Führung gebracht hätte, aber der König auf dem Flop wird ihm auch gefallen haben. Lediglich die „2″ hätte Jachtmann nämlich den Sieg gebracht, sodass sich Roberto Dona um 71.680€ bereichern durfte. Jan Jachtmann beendete die deutsche Pokermeisterschaft als zweiter mit 51.200 €.
Außerdem landeten Frank Blümlein (30.720 €) und Andreas Müller Heitrich (23.040 €) in den Top 10. Der deutsche Mitfavorit Sebastian Ruthenberg, der dieses Jahr ein WSOP Side-Event und das EPT Barcelona gewann, blieb hinter seinen Erwartungen zurück. Er wurde im zwölften Level eliminiert und musste als 22. nach Hause fahren.
Willkomen auf Pokercamp.info
November 21, 2008





