Politik und Poker: Sind Sie optimistisch?

Februar 25, 2009


Der Präsident hat schnell gehandelt, den neuen Kongress zusammengerufen und in nur 26 Tagen ein Gesetz zur Bekämpfung der Konjunkturkrise mit einem Volumen von $787,5 Milliarden Dollar verabschiedet. Das Hilfspaket zur Anregung der amerikanischen Wirtschaft könnte der erste Schritt zur Abschaffung des UIGEA (Unlawful Internet Gambling Enforcement Act) hin zum staatlich regulierten, offenen US-Markt für Anbieter von Online Glücksspielen sein. Obwohl sich die Lage für die Glücksspielbranche während der ersten 4 Wochen unter der neuen Obama Regierung bereits zum Positiven entwickelt hat, wäre es noch zu früh die Sektkorken knallen zu lassen, da noch einige Klippen umschifft werden müssen.

Hochwürden Richard McGown, ein Professor für Wirtschaftswissenschaften an meinem Alma Mater Boston College, sagte in einem Interview mit der Gambling Compliance: “Es gibt da eine viel bessere Möglichkeit. Ihr habt Barney Frank, welcher es kaum erwarten kann alles Erdenkliche für Eure Sache zu tun”.
Und Ihr habt jede Menge verzweifelter Gouverneure, welche genau wissen, daß mehr als das Gesetz zur Wirtschaftsförderung benötigt wird, um Geld in die Kassen zu bringen, so daß jede weitere Einnahmequelle gerne genutzt werden wird.

Kalifornien, New York und Pennsylvania, drei politisch wichtige und einflussreiche Staaten, sind dabei ihre eigenen Online Gaming Gesetze einzubringen. Wenn Kalifornien ein Land wäre, hätte es das 7. größte Wirtschaftvolumen weltweit, Pennsylvania würde auf Platz 12 liegen und New York auf Platz 10.

Es gibt aber auch noch einige andere befremdliche Szenarien, wie z.B. das folgende Szenario, auf welches uns ein Lobbyist aus Washington hinwies, welcher aber namentlich nicht genannt werden wollte: ” Die übernehmen die Kontrolle, legalisieren das Glückspiel und schaffen ihre eigenen Online Gaming Aufsichtsgremien und sichern letztendlich damit nur den fortbestand ihrer eigenen staatlichen Lotterie-Systeme/Angebote”. In diesen Staaten würden die lokalen Gesetze die Bundesgesetze aushebeln, wodurch die Spiele und das Bankensystem des jeweiligen Staates für alle Spieler zugängig wären, welche eine IP Adresse im entsprechenden Staat haben. Alle diese Transaktionen würden natürlich entsprechend reguliert und besteuert werden.

Frank Fahrenkopf, der Leiter der American Gaming Association und Rechtsanwalt für Glücksspielfragen wurde ebenfalls von der Gambling Compliance interviewt. Dabei sagte er folgendes: “Ich denke, daß diese lokalen Gesetze eine bessere Lösung sind als die komplette Legalisierung von Internet Gambling”. Fahrenkopf merkte aber an, daß diese Aussage nur auf seinen persönlichen Beobachtungen beruhen würden und nicht als offizielle Aussage der AGA zu werten wäre, da der AGA Vorstand im Dezember beschlossen hat strikte Neutralität zu wahren.

Aber es gibt immer wieder weitere Entwicklungen und Alfonse (Al) D’Amato, ein ehemaliger Senator aus New York und Poker Players Alliance Vorsitzender, sieht die Situation etwas anders. Anstatt die der Bundesgesetze auszuhebeln oder einjährige Studien in Auftrag zu geben, warum sollte man Online Poker nicht einfach legalisieren? Man sollte sich dabei aber nicht in die Diskussion einmischen, welche Spiele als Glücksspiele zu betrachten sind.

Diese Vorgehensweise würde natürlich dabei helfen, das Argument zu festigen, daß beim Poker die Fähigkeiten wichtiger sind, als das Glück. Die Aussage beim Poker würde das Glück entscheiden, wurde von vielen Poker Pros schon seit Jahren als ungerechtfertige Einschränkung ihres Rechtes ihren Lebensunterhalt durch Poker zu verdienen angesehen.
Deshalb wäre dies für die PokerPros eine gute Sache. Es ist natürlich sehr unwahrscheinlich, daß Online Poker komplett legalisiert wird, da in vielen Staaten Senatoren sitzen, welche eine starke Abneigung gegen jede Art von Gaming haben. Außerdem wäre dann auch noch die Sache mit den Sonderrechten der Indianer zu klären. Die Lobbyisten haben sich dieser Sache bereits angenommen und möchten die entsprechenden Anträge so schnell wie möglich einreichen, jeder will eigentlich daß es letztendlich passiert, aber die einzelnen Staaten können unter Umständen erheblich schneller reagieren als die Bundesregierung.

Die meisten Landesregierungen haben einen 26-tägigen Gesetzes Zyklus und das ist eigentlich schon viel zu lange. Präsident Obama wird sich sicherlich aus der Sache heraushalten und nur eingreifen, wenn er wirklich muss. Eine spannende Zeit, in welcher viel passieren kann – PokerNews informiert Sie natürlich aktuell über alle neuen Entwicklungen in dieser Angelegenheit.

Der Poker Psychotherapeut: konvergentes/divergentes Denken

Februar 25, 2009

 

Wir waren wohl alle sehr erstaunt, als Daniel im TV unter Beweis stellte, daß er in der Lage ist unglaubliche Reads zu machen! Wer möchte nicht mal sagen:” Ich folde meine Quads gegen deinen Royal Flush” und dann auch noch mit seiner Vermutung richtig liegen? Aber seien Sie vorsichtig, so zu spielen und so unterhaltsam zu sein, wie ein professioneller Poker-Spieler birgt auch gewisse Gefahren in sich. Zu versuchen ein guter “Reader” am Pokertisch zu sein, kann sie viel Geld kosten.

In der Psychologie sagt man, daß wenn jemand versucht eine perfekte, exakte Antwort zu finden, er versucht konvergent zu Denken. In diesem Prozess versucht eine Person die einzig wahre und korrekte Antwort auf eine Frage zu finden, wie z.B. eine Antwort auf die Frage: “Wie hoch ist die Geschwindigkeit eines Kometen”. Aber konvergentes Denken ist nicht immer die beste Lösung, vor allem, wenn die Frage lautet: „Was hat mein Gegenspieler auf der Hand?”.

Uns allen, wurde in unserer “Lernphase” beigebracht, daß wir unseren Gegner lesen müssen und versuchen sollten ihn auf eine bestimmte Hand-Range zu setzen. Diesen Prozess nennt man divergentes Denken, wobei man darunter einfach versteht, daß man versucht auf eine Frage so viele Antworten zu finden, wie nur möglich. Divergentes Denken ist z.B. beim Start eines Forschungsprojektes sehr hilfreich, es werden die möglichen Antworten gesucht und man kann so feststellen, auf was man alles vorbereitet sein muss. Aber wichtiger für unser Pokerspiel ist die Tatsache, daß man durch divergentes Denken feststellen kann, daß es mehrere Antworten auf die Frage:” Was hat er auf der Hand” geben kann.

Viele Spieler eröffnen mit einer sehr breiten Hand-Range und wenn Sie Ihre Gegner zu schnell auf eine bestimmte Hand-Range festlegen, kann dies unter Umständen dazu führen, daß Sie richtige Probleme bekommen. Wenn Sie einen Spieler Preflop auf A-K setzen und der Flop mit J-4-2 kommt, werden Sie mit Sicherheit mit jedem Paar hoch setzen. Wenn Sie Ihren Gegner auf A-J oder ein mittleres Paar gesetzt haben, sind Sie jetzt in einer Situation, in welcher Sie sehr vorsichtig sein müssen.

Der zweite Teil des divergent/konvergent Prozesses besteht darin, sich nicht zu sicher zu sein. Ich kenne einen sehr erfolgreichen NLHE Cash Game Spieler, welcher sich immer mit dem Maximum Buy-In an den Tisch setzte und versuchte seine ersten zwei oder drei Hände zu verlieren. Wirklich – er spielte sehr loose und zeigte seine Hände während der ersten Runden am Spieltisch sehr oft. Er bestellte lauthals Drinks und flirtete ungeniert mit den Bedienungen. Er versuchte den Spielern am Tisch den konvergenten Read zu vermitteln, daß er loose, aggressiv spielt und an sich nicht der Hellste ist. Er versuchte den anderen Spielern zu vermitteln, daß er laut, ungehobelt wäre und soviel Geld hat, daß es am Spieltisch für ihn keine Rolle spielt.

Wenn man divergent über diese Angelegenheit nachdenkt wird man entweder zu dem Ergebnis kommen “Ja, er ist ein Idiot und eine Cash Maschine” oder “Nein, er spielt uns das nur vor und verliert extra, um später dann richtig zu gewinnen”. Raten Sie mal, was die meisten denken? Es funktioniert.

Sie wollen nun also alles offen lassen und denken divergent. Sie befinden sich nun in einer Showdown Situation und lassen sich die einzelnen Einsätze noch einmal durch den Kopf gehen: “Kann er meinen Eröffnungseinsatz mit einer 3 auf seiner Hand gecallt haben? Ich könnte seine 2 Paar schlagen, wenn er aber 3′er Trips hat, ist er der Gewinner…”. Wenn Sie sich diese Hand nun durch den Kopf gehen lassen, um entscheiden zu können, ob Sie den hohen Call am River machen sollten, wird Ihnen die divergente Denkweise einige Vorteile bringen. Wenn z.B. A-3 eine Hand wäre, welche Ihr Gegner preflop haben könnte, dann sollten Sie am River vorsichtig sein. Wenn Sie aber diesen Spieler schon seit längerer Zeit beobachten und einen Read auf ihn haben, daß er keine Asse mit kleinem Kicker nach einem Eröffnungsraise spielt, dann können Sie durch die divergente Denkweise A-3 ausschließen und den Call am River machen.

Die divergente Denkweise funktioniert in beide Richtungen. Sie lassen sich nicht nur selbst alle Möglichkeiten offen, sondern Sie können auch eine Menge Draws ausschließen, wenn Sie einen guten Read haben und Ihren Gegner während der letzten Stunden divergierend eingeschätzt hatten. Zu wissen, was er nicht hat, kann oft genauso wichtig sein, wie zu wissen, was er als nächstes machen wird.

Politik und Poker: UIGEA entschärft?

Februar 21, 2009

Die Geschichte läuft folgendermaßen ab: Wenn Sie sich mit Internet Gaming beschäftigen, Ihren Sitz im US-Ausland haben und das US-Bankensystem benutzen, um Geld von US-Bürgern zu erhalten, gilt der UIGEA (Unlawful Internet Gaming Enforcement Act) für Sie in vollem Maße. Wenn Sie sich bei einer Anklage nicht freiwillig der Anklage stellen, im Ausland leben bzw. sich im Ausland verstecken und keinerlei Absicht haben jemals wieder in die USA zurück zu kehren, wird die USA ihr Recht auf Beschlagnahmung/Pfändung geltend machen und durch das internationale Bankenwesen gegen sie Maßnahmen ergreifen, da sie gegen die Internet Gaming Gesetze der USA verstoßen haben. So war es auf jeden Fall mal, bis die USA eine Berufung in einem aktuellen Präzedenzfall verloren hat.

Die meisten Gründer von Online Glücksspielfirmen haben sich außerhalb der USA niedergelassen und werden momentan nicht wirklich durch die UIGEA betroffen. Sie genießen das Leben und verdienen Geld während sie schlafen. Die Webserver stehen auf rechtsfreiem Gebiet und die Einnahmen fließen unaufhörlich. Im letzten Dezember erklärte sich Anurag Dikshit, der Gründer und ehemalige Direktor der in Gibraltar ansässigen Firma PartyGaming, bereit mit den US-Behörden im Bezug auf Online Gaming zusammen zu arbeiten. Im Jahr 2006 belegte er in der Forbes-Liste der reichsten Männer der Welt den 207. Platz. Dikshit kapitulierte schließlich und bekannte sich in einem Punkt schuldig, er gab zu zwei Jahre lang Online Wetten, Geldtransfers und Wettinformationen innerhalb den USA Online abgewickelt zu haben. Für diesen Verstoß drohen ihm bis zu 2 Jahre Gefängnis, wobei er allerdings nicht inhaftiert werden wird, da er sich bereit erklärt hat, eine Strafe in Höhe von $300.000.000 zu zahlen. Online werden Millionen von den Spielern kassiert.

Nur die Androhung einer Anwendung der Gesetze durch die US-Regierung genügte normalerweise schon aus, um die Gaming Verantwortlichen in schrecken zu versetzen oder zumindest dafür zu sorgen, daß die Anwälte der Firmen sich mit den Regierungsvertretern zu Verhandlungen an einen Tisch setzen. Die US-Behörden setzen schon länger darauf, daß viele Betroffene zur Zusammenarbeit bereit sind, um dadurch einer höheren Strafe zu entgehen. Als Belohnung für die Zusammenarbeit versprachen die US-Behörden eine niedrigere Strafe bzw. die Aussicht auf eine Geldstrafe.

Die US-Behörden haben alle guten Karten auf der Hand und haben durch den Patriot Act, die entsprechende Technologie, welche entsprechend eingesetzt werden kann. Alle internationalen Flugdaten und Kreditkarten Details, werden noch vor dem Abflug an die US-Zielstädte übermittelt. Wenn Sie also mit dem Flugzeug in die USA fliegen und gegen sie liegt in den USA ein Haftbefehl vor, können sie sicher sein, daß am Flughafen bereits ihr persönliches “Begrüßungskommando” wartet.

Die US-Behörden hatten sich bereits gefreut und angefangen die $7 Millionen, welche von den weltweiten Bankkonten des WorldWide Telesports (WWTS) Gründers und Hauptaktionärs Bill Scott gepfändet wurden, zu zählen. Ein untergeordnetes Gericht, hatte bereits zu Gunsten der US-Behörden entschieden und die Pfändung für rechtskräftig erklärt. Somit war die Überraschung für die US-Behörden natürlich sehr groß, als im Berufungsprozess der Richter Thomas B. Griffith entschied, daß die Pfändung nicht rechtmäßig sei, weil Mr. Scott lt. den US-Gesetzen nicht als Rechtsbrecher / Flüchtiger angesehen wird.

Die Gesetze im Bezug auf Flüchtige, können auf jeden beliebigen Fall angewendet werden, egal ob es sich um das Sorgerecht bei Kindern oder um ein Kapitalverbrechen handelt. Es gibt einheitliche Regelungen, welche der Vertreter der Anklage berücksichtigen muss. Obwohl ein Haftbefehl gegen Scott vorliegt, hat der Richter Griffith entschieden, daß keine Rechtsgrundlage für die Beschlagnahmung der $7 Millionen besteht, da Scott nicht alle 5 Kriterien erfüllt, welche ihn zu einem Flüchtling gemacht hätten.

In einem vorhergehenden Fall hatte ein Richter entschieden, daß die Assets eines Flüchtigen nur in folgenden Fällen beschlagnahmt werden dürfen:

1. Wenn ein Haftbefehl im Bezug auf eine kriminelle Handlung gegen den Flüchtigen vorliegt;

2. Wenn der Betroffene über diesen Haftbefehl bescheid wusste und die Kriminelle Handlung im Bezug zu der Beschlagnahmung steht;

3. Wenn der beschuldigte Flüchtige nicht bereits in einem ausländischen Gefängnis sitzt und

4. Wenn der Flüchtige versucht hat sich der Bestrafung durch Landesflucht zu entziehen.

5. Sich weigert wieder in die USA einzureisen, um sich dadurch der US-Gerichtsbarkeit zu entziehen. Ein Kommentar, welchen Scott diesbezüglich bei einem Fernsehinterview im Jahr 2001 machte, wurde von nicht in die Urteilsfindung mit einbezogen, da die Aussage als irrelevant bewertet wurde.

Es wurde also in einem Berufungsprozess eine Beschlagnahmung auf Basis des UIGEA aufgehoben, weil es Widersprüche und nicht ausreichende Definitionen in dem entsprechenden Gesetz gab. Nun müssen sich die Gesetzgeber mit den entsprechenden Definitionen beschäftigen, anstatt zu drohen und Druck auszuüben.

Wenn man jetzt zusätzlich die Tatsache in Betracht zieht, daß die Bankenbranche es ablehnt Kreditkartenzahlungen an die Staatliche Lotterie abzuwickeln, da man befürchtet dadurch in den Mittelpunkt von Ermittlungen zu kommen, haben wir nun eine Situation, mit welcher die US-Regierung und die US-Notenbank nicht gerechnet hatten.

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Fehler beim Preflop-Spiel

Februar 21, 2009

Neben den schlechten Calls und den schlechten Bluffs, sind jedoch für unsere Gewinnrate auch noch einige andere Dinge entscheidend, welche oft nicht auf den ersten Blick offensichtlich sind. Wenn man die Hände, welche man gegen Fische spielt mit den Händen, welche man gegen bessere Spieler spielt, vergleicht, wird man feststellen, daß man gegen bessere Spieler nicht so oft den Showdown sieht und es ist deswegen auch nicht einfach festzustellen, warum ein anderer Spieler mehr gewinnt oder verliert als Sie, da man nicht so viele Showdowns sieht. Diese Fehler im Spiel eines Spielers zu erkennen kann natürlich sehr profitabel sein, nicht nur weil Sie immer wieder mal gegen die gleichen Spieler spielen, sondern weil es oft eine zeitlang dauer  bis der Gegner seine eigenen Schwächen erkennt und sein Spiel dann entsprechend anpassen kann. Oft ist es auch so, daß die Gegenspieler sich gar nicht darüber bewusst sind, daß sie Fehler machen und deswegen Geld verlieren. Diese Spieler bemerken ihre Fehler oft erst dann, wenn sie von anderen Spielern auf ihre Fehler aufmerksam gemacht werden. Heute will ich auf einige Preflop-Fehler eingehen, welche ich oft beim Spiel gegen andere regelmäßige Spieler beobachten konnte, ich werde darauf eingehen, wie man diese Fehler entdeckt und wie man sie im eigenen Spiel feststellen kann.

Flatcalling von zu vielen Händen gegen einen Steal Versuch
Wenn man gegen aggressive Pre-Flop Raise auf hinterer Position (Button und Cutoff) spielt, ist es für das eigene Spiel sehr wichtig die eigenen Blinds sehr aggressiv zu verteidigen. Wenn man sich einfach aus dem Pot drücken lässt, weil Ihr Gegner sehr aggressiv auf Ihr Eröffnungsraise vom Button reagiert, werden Sie deshalb Geld verlieren. Der Fehler welchen viele Spieler machen, wenn Sie ihre Blinds verteidigen ist, daß sie einfach zu oft flatcallen. Gegen gute Gegner kann es sehr schwierig sein, marginale Hände von schlechter Position mit 100 BB gewinnbringend zu spielen, es sei denn Ihre Hand wäre besser als die übliche Opening Range Ihres Gegenspielers. Der Vorteil durch die Position wenn man mit 100 BB spielt ist wesentlich wichtiger als Ihre eigentliche Hand, obwohl es natürlich gut wäre, wenn Ihre Hand Preflop etwas besser wäre, als die Hand Ihres Gegners.

Wenn ich weiss, daß am Big Blind ein Spieler sitzt, welcher mich oft flatcallt und versucht 2-Bet Pots aus schlechter Position gegen mich zu spielen, werde ich damit beginnen mit schlechteren Karten zu eröffnen. Meistens wird mein Gegenspieler nichts treffen, da ich aber in Position bin und der Preflop Aggressor bin, wird es mir sehr oft gelingen den Pot zu gewinnen, ohne daß es zu einem Showdown kommt.

Der beste Weg um sich selbst gegen aggressive Open-Raiser zu schützen, besteht darin einfach mehr Hände zu re-raisen, anstatt einfach nur einen Flatcall zu machen. Sie werden oft den Pot gewinnen, da Ihre Gegenspieler mit einer großen Anzahl von Händen raisen und bei einem Reraise nicht wissen, was sie tun sollen. Wenn er callt, ist Ihre Hand trotzdem noch wertvoll und wenn Sie Ihre Preflop Aggression auf dem Flop fortsetzen, gewinnen Sie den Pot oft zu einem späteren Zeitpunkt in der Hand. Bei dieser Strategie haben Sie eine sehr große Re-Raising Range, weshalb Sie für Ihre Monsterhände öfters richtig gut bezahlt werden.

Sie können Ihre Schwächen durch die Auswertung Ihrer Statistiken aufdecken Ein Programm wie z.B. der Holdem Manager stellt Ihnen die entsprechenden Daten über einzelne Spieler zur Verfügung. Richtwerte sind: SB Defend Steal 13%, SB Reraise Steal 9%, BB Defend Steal 16% und BB Reraise Steal 9%. Sie müssen dann nur noch die Position Button/Cutoff als Position des ersten Raisers im Handfilter auswählen, es könnte auch sein, daß Ihr Programm in den Statistiken über eine spezielle Anzeigefunktion für “Blind Battles” verfügt.

Fehler bei den Implied Odds
Beim Kalkulieren der Preflop Implied Odds, machen Spieler sehr oft Fehler. Ein Beispiel: Ein erfahrener Spieler eröffnet auf dem Button mit 3,5 x BB und Sie halten am Big Blind (2-Clubs)(2-Hearts). Sie floppen in 1 von 9 Fällen ein Set, deshalb ist es sehr schwierig mit (2-Clubs)(2-Hearts) den Pot zu gewinnen, wenn man auf dem Flop nichts trifft. Wir spielen diese Hand also nur für die Chance ein Set zu bekommen. Wir müssten 9 x 2,5 BB = 22,5 BB investieren. Deshalb müssten wir, falls wir ein Set treffen würden 22,5 BB gewinnen, um diesen Call profitabel zu machen. Der durchschnittliche Gegenspieler wird in einem von 3 Fällen vom Button aus eröffnen, und gegen die Vielzahl von möglichen Händen, gegen welche der Gegner halten könnte, wird es uns nicht jedes Mal, wenn wir ein Set treffen gelingen 22,5 BB zu gewinnen.
Viele Spieler nutzen hier die 5/10 Regel, welche besagt, daß man immer callen sollte, wenn man weniger als 5% des Stacks Preflop investieren müsste und man immer folden soll, wenn man mehr als 10% Preflop investieren muss. Meistens ist es aber gewinnbringender, wenn man sich an der Range des Gegners orientiert. Je tighter Ihr Gegenspieler spielt, desto besser sind Ihre Implied Odds und umso mehr Hände können Sie spielen.

Ein anderer großer Fehler welcher oft gemacht wird, besteht darin, mit diesen Implied Odds Händen ein Re-Raise zu callen. Ein normaler Re-Raise führt dazu, daß Sie ca. zusätzliche 8,5 BB callen müssen, was dazu führt, daß Sie Ihren Gegner jedes Mal staken müssen, wenn Sie was getroffen haben, um den Call profitabel zu machen. Es sei den Ihr Gegenspieler re-raist nur mit AK und QQ+, dies ist ein –EV Spielzug, den mit einer sehr tighten Range wie dieser, werden Sie nicht jedes Mal ausgezahlt werden, wenn Ihr Gegner etwas auf dem Flop trifft.

Wenn ich sehe, daß bestimmte Spieler regelmäßig ein Re-Raise mit einem kleinen Pocket Pair callen, mache ich mir sofort eine Notiz darüber. Nun kann man diesen Spieler mit fast jeder Hand re-raisen, er callt preflop und denkt er hätte gute Implied Odds und wird deswegen sehr oft folden, wenn er nichts trifft. Er macht mit diesem Spielzug einen großen Fehler, da wir den Spieler fast mit jeder Hand re-raisen und er seine marginalen Hände nicht mehr gewinnbringend spielen kann. Es ist besser ein Re-Raise mit Suited Connectors zu callen, als mit einem Pocket Pair, da man mit Suited Connectors öfters etwas floppt und auch wenn man nicht immer eine Monsterhand hat, ist diese Hand doch gut genug um später eventuell aggressiv auf eine große Re-Raising Range zu reagieren. Bei Händen, mit welchen man ein Top Pair floppen könnte, ist es oft besser wenn man ein Re-Raise callt, da das Geld in diesen Pötten oft von dem Spieler mit dem Top Paar gewonnen wird.

Ein neuer statistischer Faktor beim Holdem Manager ist der Vs-3Bet-Fold% Faktor. dieser kann sehr hilfreich sein, ist aber unter Umständen nicht wirklich aussagekräftig. Der Faktor für durchschnittliche Spieler ist 65%, ich weiss aber, daß zwei unterschiedliche Spieler, beide haben einen Wert von 65%, mit ganz unterschiedlichen Händen re-raisen. Bei Spielern, welche prozentual in der Nähe des Durchschnitts anzuordnen sind, ist es relativ schwierig die Hand Range auf Basis dieser Informationen gleichzeitig in Erfahrung zu bringen, deshalb sollten Sie sich zusätzliche Notizen machen, bei Spielern, welche stark vom Durchschnitt abweichen, ist es viel einfacher die Hand Range einzugrenzen.

Zuviel raisen, wenn (gute) Shortstacks am Spieltisch sitzen
Im speziellen bei PokerStars findet man jede Menge gewinnspielende ShortStacker, welche sich mit max. 20BB einkaufen. Dies kann für jemanden, welcher mit 100 BB am Spieltisch sitzt sehr irritierend sein, da es fast unmöglich ist, von einem gut spielenden ShortStacker Geld zu gewinnen. Während er immer mit einem effektiven Stack von 20BB spielen wird, wird der Rest des Tisches immer zwischen 100BB und 20BB schwanken, was eine große Auswirkung auf die preflop Handauswahl hat. Das meiste Geld, welches ShortStacker gewinnen, gewinnen diese preflop, ohne einen Showdown zu sehen, indem sie gegen eine große Hand-Range All-In re-raisen. Um sich gegen diese Art Spieler zu schützen, müssen Sie sehr tight spielen und mit kleineren Beträgen eröffnen. Wenn Sie z.B. am Button sind und die beiden Short-Stacks sitzen auf den Blinds, sollten Sie nur ein Minraise machen, anstatt eines 3-4xBB Raise und damit aufhören mit Schrotthänden, wie z.B. 5-2s, zu eröffnen. Dann können Sie die All-Ins öfters callen und weniger verlieren, wenn Sie folden müssen, während sich für den Short-Stack wenig ändert, er wird bei einem 2BB Raise genauso oft folden, wie bei einem 4BB Raise.

3-Betting wenn ein Call gewinnbringender wäre.
Es ist grundsätzlich klar, daß Aggression ein wichtiger Teil einer jeden Gewinn-Strategie ist, man muss aber nicht immer raise-or-fold spielen. Preflop gibt es Situationen, in welchen es einfach besser ist flat zu callen, stattdessen re-raisen viele Spieler, obwohl dies in der jeweiligen Situation oft weniger profitabel ist.

Viele Spieler werden sehr tight, wenn sie mit einem Re-Raise auf schlechter Position konfrontiert werden, denn es kann sehr schwierig sein einen großen Pot gegen einen aggressiven Gegenspieler profitabel zu spielen. Hände welche gegen die normale Eröffnungshand-Range eines Gegenspielers normalerweise gut gespielt werden können, lassen sich nicht notwendigerweise gut gegen eine Handrange spielen, mit welcher man einen 3-Bet von schlechter Position callt. Nehmen wir z.B. mal eine Hand wie KQ gegen einen Cutoff Raiser. Wenn Sie hier re-raisen, werden Gegner mit schlechten Händen (wie KJ oder QJ) nur selten callen, deshalb lässt sich Ihre Hand in dieser Situation gegen diese Opening Range sehr gut spielen.

Eine andere Situation, in welcher Sie besser flat callen als re-raisen, entsteht dann, wenn Sie erwarten, daß sich bei der jeweiligen Hand ein Multiway Pot bilden könnte. Ihre Position ist in diesem Moment nicht mehr so wichtig, da Multiway Pötte normalerweise nicht so aggressiv gespielt werden, da eine hohe Chance besteht, daß jemand am Flop etwas trifft. Durch Ihren Flatcall laden Sie außerdem schlechte Spieler dazu ein Geld in den Pot einzuzahlen, da diese denken, sie würden nun bessere Pot Odds erhalten. Dieses Konzept wird sehr oft missverstanden; die Pot Odds werden schlechter, wenn mehr Spieler im Pot sind, die Chancen zu gewinnen werden ebenfalls schlechter.

Ein weiteres Beispiel: Wenn der Button raist und ein Fisch im Small Blind callt, ist es für Sie uninteressant mit einer Hand wie 56s oder 44 zu re-raisen. Ein Flatcall hat in dieser Situation eine Menge Value, wenn Sie den Button re-raisen, wird dieser oft callen, da er annimmt, daß es ein 3 Way Pot werden wird, bei welchem ein schlechter Spieler involviert ist und er auf dem Button in guter Position ist.
Der Fisch wird oft genug mit jedem Pocket Paar oder zwei Bildkarten callen und es wird schwierig werden ihn aus dem Pot zu drücken, falls er was treffen sollte, was Sie natürlich nicht hoffen, da Sie diese Hand unter anderem ja wegen der Fold Equity gespielt haben.

Die dritte Situation ist, wenn ein Spieler bei einem 6-max Game limpt. Jeder erfahrene Spieler wird sofort erkennen, daß dies ein schlechter Spieler ist und wird mit einer Vielzahl von Starthänden versuchen ihn zu isolieren (Raisen mit der Absicht Heads-Up gegen den Limper spielen zu können). Man benötigt in dieser Situation zwar nicht unbedingt ein Monster um ein Re-Raise zu machen, aber im Speziellen, wenn Sie Position haben, ist es besser nur flat zu callen und den 3 –Way Pot gegen 2 Spieler mit einer großen Hand-Range zu spielen. Sie werden zwar oft den Pot mit einem Re-Raise preflop gewinnen, mit einem Flatcall haben Sie aber den Fisch an der Angel und können unter der Hand letztendlich eventuell mehr gewinnen.

Auf den Small Blinds limpen
Spieler, welche Limpen sind in den meisten Fällen nicht allzu spielstark und gute Spieler werden meistens re-raisen, wenn Spieler auf den Small Blinds limpen. Vergessen Sie Ihre Pot Odds von 3:1 einfach. Obwohl diese Pot Odds sehr verlockend sind, reicht dies nicht um Ihren Nachteil durch die schlechte Position auszugleichen. Wenn man am Small Blind gegen das Big Blind spielt und weiss, daß am Big Blind ein guter Spieler sitzt, werde ich nur raisen oder folden und wenn ein Spieler am Small Blind zu mir am Big Blind limpt, werde ich immer Preflop raisen oder auf dem Flop setzen – abhängig vom Spielfluss. Ich würde ihn max. dreimal hintereinander in dieser Position raisen, beim vierten Mal würde ich am Flop setzen, um dann später wieder preflop zu raisen. Dadurch wird mein Gegenspieler gezwungen einen hohen Pot aus schlechter Position zu spielen und Sie werden feststellen, daß eine Menge Fold Equity in Ihren Einsätzen liegt.

Zu hohes 4-Betting
Wenn Sie eine 3 und 4 Bet Historie mit einem bestimmten Spieler haben, möchten Sie bestimmt irgendwann damit anfangen diesen zu bluffen. Ein normales Re-Raise ist normalerweise 12 BB hoch und wenn man mit Stacks von 100BB spielt, reicht ein 4-Bet auf 27BB normalerweise aus, um den Gegner dazu zu bringen, push oder fold zu spielen. Wenn Sie dies mit all Ihren Händen machen, wird Ihr Gegner Ihre Bluffs nicht mehr von Ihren Monsterhänden unterscheiden können. Deshalb sparen Sie bei Ihren Bluffs Geld und erhalten außerdem den maximalen Mehrwert für Ihre Monsterhände (wenn Ihr Gegenspieler Push oder Fold spielt). Sie sollten auf keinen Fall zu niedrig setzen, da viele Spieler die Tendenz haben, flat zu callen, was zu einem sehr schwierigen postflop Pot führen kann.

4-Betting mit den falschen Händen
Da fast alle preflop 4-betting Situationen push-or-fold gespielt werden, macht es nichts, wenn man mit einer polarisierten Range spielt. Das bedeutet, daß es eigentlich vollkommen egal ist, ob Sie beim 4-Betting ein Monster haben oder einen kompletten Bluff. Da Ihre Gegenspieler in dieser Situation nur sehr selten flatcallen und Sie Ihr Paar Buben bei einem All-In sowieso folden würden, ist es relativ egal, ob Sie diesen Move mit JJ oder mit 32o machen. Hände wie JJ, TT, 99 und AQ lassen sich hervorragend in 3-Bet Pots spielen, wenn Sie nur flat callen. Sie liegen bei einem 3-Bet bei den meisten Ranges vorne, Ihre Hand ist also eigentlich relativ einfach zu spielen. Außerdem werden Sie oft auch eine gute Hand floppen, so daß Ihre Hand noch einfacher zu spielen ist. Wenn Sie sich entscheiden eine dieser Hände zu 4-Beten, sollten Sie dies nur tun, wenn Sie auch bereit sind ein All-In zu callen, andernfalls geben Sie den Mehrwert Ihrer Hand komplett auf.

Ich hoffe, daß Sie sich nicht selbst in allzu vielen dieser Beispiele erkannt haben, wenn es aber trotzdem so war, haben Sie jetzt wieder eine Menge Dinge über Ihr eigenes Spiel erfahren, welche es wert sind etwas genauer darüber nachzudenken. Je erfahrener Sie werden, umso einfacher wird es für Sie sein, diese Fehler bei Ihren Gegenspielern zu entdecken, was dazu führen könnte, daß Sie jede Menge zusätzliches Geld gewinnen könnten. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat und Sie beim Lesen etwas neues Lernen konnten, sollten Sie sich unsere weiteren Strategieartikel ansehen.

bwin prüft seine Kundendaten

Februar 21, 2009

Bereits Ende August 2006 wurde die 3. EU-Geldwäsche Richtlinie erlassen. In dieser werden alle Unternehmen, von Kredit- bis Glücksspielunternehmen, aufgefordert ihre Kundendaten zu überprüfen um so Geldwäsche entgegen zu wirken. Im globalen Finanzfluss wird dieses Geld vermehrt zur Finanzierung von Terroraktionen verwendet.

Laut einer aktuellen Pressemeldung prüft der internationale Wett- und Glücksspielanbieter bwin Interactive Entertainment AG derzeit seine Kundendaten, möchte die wahre Identität der Account-Nutzer feststellen. Um Hinweisen auf Terrorismusfinanzierung oder Embargoverstöße nachgehen zu können.

Zur Prüfung der Daten wird eine  spezielle Software eingesetzt. Der deutsche Hersteller Cellent Finance Solutions AG hat die Software S/Monitor entwickelt, die sich bereits im Einsatz gegen den Terror bei Großbanken bewährt haben soll. Dabei nimmt die Software einen automatisierten und tagesaktuellen Abgleich mit den Daten von Embargolisten der EU, dem US-Außenministerium und anderen internationalen Behörden vor.

Das heißt, sobald eine Person von Behörden als terrorverdächtig eingestuft worden ist, oder mit Finanzsanktionen belegt wurde, wird diese von S/Monitor entdeckt. Kevin O’Neal, Presseprecher von bwin, begründet den Einsatz dieser Software so: „ S/Monitor ermöglicht es bwin, für alle Konzernbereiche das vorgeschriebene Kundenscreening durchzuführen. So erreichen wir ein nochmals gesteigertes Maß an Sicherheit im Bereich der Geldtransaktionen. Damit übernimmt bwin eine Vorreiterrolle bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Online-Gaming-Sektor.”

Damit übernimmt S/Monitor erstmals seine Aufgabe außerhalb von Banken und erweitert sein Geschäftsfeld. Trotz aller guten Vorsätze bleibt aber dennoch die Frage offen: Was passiert mit den erhobenen Daten? Werden sie gespeichert, wer hat darauf Zugriff, wie wird die Privatsphäre des Users gewährt?

Poker-Legende Scotty Nguyen rocks the H.O.R.S.E. – Again!

Februar 19, 2009

Wer kennt nicht das Video von Scotty Nguyen beim H.O.R.S.E.-Event der WSOP 2008? Sturzbetrunken gewann er das Turnier. Jetzt hat er beim 10.000$-H.O.R.S.E.-Event der L.A. Poker Classics erneut bewiesen, dass er der Meister der Disziplin ist. Und er riss sich diesmal zusammen…

Im Heads-Up machten Chino Rheem und Scotty Nguyen einen Deal und teilten das Preisgeld unter sich auf. Scotty bekam $340.993 und Chino Rheem $182.477. Da Scotty zu diesem Zeitpunkt Chipleader war, beinhaltete der Deal, dass er als Sieger des Turniers erklärt werden sollte.

Ein solcher Deal wäre wohl bei seinem skandalösen Auftritt bei der WSOP nicht möglich gewesen. Sturzbetrunken gewann Scotty 2008 das prestigeträchtigste Turnier überhaupt. Auch heute noch ein unglaubliches Ereignis für alle pokerbegeisterten Fans. Hinterher entschuldigte sich der Amerikaner vietnamesischer Abstammung für sein unmögliches Auftreten bei dem Event mit 50.000 Dollar Buy-in.

Als er gestern den Amerikaner Matt Graham mit einem Flush aus dem Turnier warf, lachte er laut und unbeherrscht und es keimte der Verdacht, sein Verhalten von der WSOP könnte sich wiederholen. In der Folgezeit hielt er sich jedoch bedeckt. Auf dem vierten Platz erwischte es Chris Tsiprailidis, als Rheem gegen ihn einen Scoop machte. Er bekam beim Stud Eight or better eine Straight und einen 8-low.

Jeff Madsen musste als Dritter gehen. Er hatte zwar einen Straight-Flush-Draw aber leider musste er die Erfahrung machen, dass ein Draw eben nur ein Draw ist. Die ersehnte Karte kam nicht und er schied aus.

Hier das Endergebnis des H.O.R.S.E.-Turniers:

1. Scotty Nguyen, $340,993
2. Chino Rheem, $182,477
3. Jeff Madsen, $122,573
4. Chris Tsiprailidis, $86,630
5. Matt Graham, $66,355
6. Bob Golick, $52,531
7. Amnon Filippi, $40,550
8. John Monnette, $29,491

Patrik Antonius nimmt ‘durrrr Herausforderung’ an

Februar 19, 2009

Seit bekannt wurde, daß Tom “durrrr” Dwan die High Stakes Community zu einer Wette mit einem Einsatz von $1,5 Millionen (gegen $500.000 von Seiten der High-Stakes Spieler) herausgefordert hat, steigt die Spannung ständig. Dwan hat gewettet, daß den anderen Spielern nicht gelingen würde ihn im Rahmen von 50.000 online gespielten Händen (bei vier gleichzeitig gespielten Tischen) Heads-Up NLHE (No Limit Holdem) oder PLO (Pot Limit Omaha) zu besiegen. Heads-Up Herausforderungen waren schon immer eine überaus spannende Sache, aber dieses Ereignis könnte durchaus zu einem historischen Ereignis in der Online Poker Geschichte werden. Patrick Antonius hat bestätigt, daß er der erste Herausforderer sein wird. Bei FullTilt Poker wurden schon vier spezielle “durrrr Challenge” PLO Tische eröffnet, somit kann der Wettkampf jetzt beginnen.

PokerNews hat das Glück in direktem Kontakt mit Patrik Antonius zu stehen. Patrick wird die Leser von PokerNews mit regelmäßigen Updates über den Verlauf der durrrr Herausforderung auf dem Laufenden halten und uns über die Höhen und Tiefen dieser sicherlich außergewöhnlichen Herausforderung informieren. Viele gingen davon aus, daß der Wettbewerb bereits in der letzten Woche starten sollte, aber Patrik war in den letzten Tagen nur sehr selten an den High-Stakes Tischen zu finden. Wo ist er gewesen?

“Im Moment mache ich gerade zusammen mit meiner Familie Urlaub in Thailand” sagte Patrik. “Meine Freunde verbringen eine Menge Zeit hier und sie haben mir gesagt, ich sollte doch einfach mal zu ihnen kommen; wir waren gerade wegen den Aussie Millions in Australien, sodaß es nicht allzu weit war. Ich habe eine 2-jahre alte Tochter und ihr gefällt es in Thailand hervorragend. Uns gefällt es allen hier sehr gut, das Wetter ist toll, das Essen ist großartig und es ist einfach nur erholsam”.

Kein Online Poker Star würde so weit ohne seinen Laptop reisen, aber unglücklicherweise musste Patrik den Start des Wettkampfes verschieben, da er in Thailand Probleme mit seiner Internetverbindung hat. Patrik sagte:” Wir wollten eigentlich mit dem Wettbewerb bereits beginnen, aber meine Internetverbindung ist nicht allzu gut. Die Verbindung ist eigentlich OK und die Verbindungsqualität hat sich im Laufe unseres Aufenthaltes verbessert, ist aber immer noch nicht gut genug für den Wettbewerb mit durrrr. Die Verbindung ist zu langsam, um vier Tische gleichzeitig zu spielen, manchmal klickt man einen Button an und es dauert unendlich lange, bis die jeweilige Aktion an den Spieltischen ausgeführt wird, deshalb wollten wir jetzt noch nicht mit dem Wettbewerb beginnen. Wir werden bald nach Monaco reisen und hoffen dann starten zu können”.

Es besteht kein Zweifel daran, daß Antonius zu der Welt Poker Elite gehört und er gehört außerdem zu den wenigen Spielern, welche sowohl online, als auch live überaus erfolgreich sind und die Szene dominieren. Trotzdem denken einige Experten, daß Dwan im Vorteil ist. Gleichzeitig vier Heads-Up Tische zu spielen ist eine große Herausforderung für jeden Spieler, deshalb ist es interessant zu wissen, was Patrik im Bezug auf die Regeln bei diesem Wettbewerb denkt.

“Vier Heads-Up Tische gleichzeitig zu spielen, wird sehr hart werden, im speziellen wenn es Pot Limit Omaha Tische sind. PLO ist ein Spiel der guten Calls, der guten Value Bets und der guten Bluffs; es müssen eine Menge schwierige Entscheidungen am Turn und am River getroffen werden, deshalb werde ich mich sehr konzentrieren müssen. Gott sei Dank habe ich schon so viele Hände PLO gespielt, daß ich in der Lage bin in diesen Situationen etwas schneller zu reagieren, ich nehme mir aber für alle Entscheidungen die gleiche Zeit, sodaß ich ihm keine Zeit Tells geben werde. Es wird sicherlich mal die eine oder andere Hand geben, bei welcher ich meine Time Bank nutzen muss, aber Tom nimmt sich auch immer etwas Zeit zum reagieren, sodaß wir in der gleichen Art und Weise spielen werden. “Patrik fügt hinzu” Als ich zwei oder drei Tische gleichzeitig gegen Tom gespielt hatte, habe ich mich sehr gut geschlagen, deshalb bin ich recht zuversichtlich. Vier Tische sind natürlich wieder etwas anderes, ich muss halt nur zusehen, wie ich dies umsetzen kann. Er hat mehr Erfahrung beim Spielen von 4 oder mehr High-Stakes Heads-Up Tischen gleichzeitig; sein Gehirn scheint für diese Art des Spiels besser programmiert zu sein”.

Um 50.000 Hände zu spielen, benötigen manche ein ganzes Leben, aber eine Menge High-Volume Spieler, spielen diese Anzahl von Händen locker in ein oder zwei Monaten. Wie lange wird dieser Wettbewerb wohl dauern?
“Ich denke er wird zwischen 3 und 6 Monate dauern, da ich kurze Sessions mit Tom spielen werde. Die Sessions werden zwischen zwei und fünf Stunden dauern und ich hoffe, daß wir pro Stunde 600 Hände spielen können. Eine Menge Denkarbeit mit welcher man sich beschäftigen muss. Wir spielen während der meisten Zeit des Wettbewerbes in unterschiedlichen Zeitzonen, sodaß es etwas schwieriger werden könnte uns beide gleichzeitig an den Spieltisch zu bekommen”.

“Es ist für mich sehr wichtig, daß ich bei diesem Wettbewerb gut abschneide, deshalb werde ich mir die entsprechende Zeit nehmen müssen. Ich bin mir nicht sicher, was die Medien darüber denken, wie viel Zeit ich mir nehmen sollte. Ich bin ein sehr beschäftigter Mann, ich habe eine Familie, ich spiele sehr gerne Golf und habe noch einige andere Dinge zu erledigen, deshalb fehlt mir manchmal einfach die Zeit, um Poker zu spielen. Wenn wir beide unsere Zeitplanung optimieren, werden wir es sicherlich schaffen, jeden Tag mindestens zwei Stunden gegeneinander zu spielen”.

Antonius ist der Meinung, daß der Wettbewerb gegen Durrrr wie ein Marathon ist und nicht wie ein Sprint und die gewählte Austragungsart somit genau die richtige Wahl für diesen High-Volume Wettbewerb ist. Er sagte außerdem, daß dies sicherstellt, daß die beiden Spieler immer dann aufeinander treffen, wenn bei Full Tilt Poker gerade nicht besonders viel los ist. “Wenn es online andere gute Spiele gibt hätten wir keine Möglichkeit an diesen teil zu nehmen, aber dies ist unser Job, damit verdienen wir unser Geld. Deshalb werden wir an den Durrrr Challenge Spieltischen nur dann spielen, wenn es keine anderen interessanten Spiele gibt”.

Da es letztendlich bei diesem Wettbewerb um Millionen geht, hätte dieser Wettbewerb das Potenzial dafür zu sorgen, daß einer der Teilnehmer am Ende pleite wäre. Wie wir aber schon an dem kommenden Boxkampf zwischen Gus Hansen und Theo Jorgensen erkennen konnten, sind die Pros in der Lage ihre persönlichen Beziehungen und den Wunsch an einem Wettkampf teilzunehmen, bei welchem es um alles geht, zu trennen.

“Ich mag Tom sehr” sagte Patrik. “Er ist ein wirklich netter Junge. Aus meiner Sicht ist er eine bescheidene und großzügige Person. Er ist einer von der Sorte, von welcher die meisten Pokerspieler sind. Er hat sich im PLO sehr verbessert. Ich erinnere mich noch, daß ich vor zwei oder drei Jahren gegen ihn gespielt hatte und sein Spiel sich mittlerweile enorm verbessert hat. Er ist definitiv einer der derzeit besten Spieler”.

“Bei diesem Wettkampf gibt es nichts Persönliches. Es ist einfach nur ein Job; das weiss er und ich weiss es. Wenn man die Dinge persönlich nimmt und am Spieltisch emotional wird, kann dies sehr gefährlich sein. Er hat diesen Wettkampf erschaffen, ich hatte Interesse daran und wollte mich mit ihm messen. Ich hätte natürlich auch eine 1:1 Wette auf diesen Wettkampf annehmen können, aber mein Zeitplan ist einfach zu voll für eine 1:1 Wette. Außerdem ist dieser Wettkampf für uns beide ein guter Test”.

PokerNews informiert Sie auch weiterhin aktuell über den neusten Stand des Wettbewerbes zwischen Patrik Antonius und Durrrr.

Westspiel richtet die Duisburger Pokertage aus

Februar 10, 2009

Ab heute Abend geht es im Casino Duisburg hoch her. Mit dem Satellite zu den Duisburg Open beginnt die Turniererie, die am Wochenende ihren Höhepunkt erlebt.

Ab 19 Uhr wird die nächsten Tage in Duisburg gepokert und nach dem heutigen Auftakt mit dem Satellite zur Duisburg Open (50 € Buy-In mit unbegrenzten Rebuys und einem Add-On) geht es morgen mit dem Favorite 300 weiter, einem No-Limit Hold’em Freezeout mit 300 Euro Startgeld und 5.000 Chips Anfangsstack.

Jeweils 77 Teilnehmer sind für die Turniere zugelassen und am Donnerstag bietet das Casino Duisburg noch einmal ein Satellite für das Main Event, die Duisburg Open, an.

Am Freitag geht es dann richtig zur Sache, wenn der Startschuss zum Hauptturnier fällt. Das Startgeld beträgt für alle, die sich nicht qualifizieren konnten, 1.000 Euro. Das Turnier wird im Double-Chance-Format ausgetragen, die Anfangschips sind 5.000 + 5.000. Besonders erfreulich ist für alle Mitspieler die Tatsache, dass bei allen Turnieren keinerlei Startgebühren erhoben werden

Weitere Informationen erteilt die Rezeption, gerne auch telefonisch unter 0203/71392270.

Quelle:de.pokernews.com

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Interview mit Full Tilt Poker Pro Jens Vörtmann

Februar 10, 2009

Im vergangenen Jahr brach er mit seinem Sieg beim 3.000-$-H.O.R.S.E.-Turnier den WSOP-Bann für Deutschland und sicherte sich selbst seinen ersten Weltmeistertitel. Nun stand Jens Vörtmann PokerOlymp im Interview Rede und Antwort und gab Auskunft über seine Ziele, die Millionenwette des Tom Dwan und manches mehr…

Jens, Du kommst gerade von den PokerOlymp Open 4 in Schenefeld. Was waren Deine Eindrücke?

Organisation, Turnierstruktur, Servicementalität der Dealer und Servicekräfte, Preis-Leistungsverhältnis, Cashgame-Angebot….. alles war top. Ich würde mir wünschen, dass es in Deutschland mehr derart gut organisierte Turnierveranstaltungen gibt. Für mich persönlich lief es nicht so doll. Ich hatte andere Termine und konnte daher nur zwei Tage bleiben und das 800er-Turnier mitspielen. Nach zwei Stunden und einem schlechtem Bluff befand ich mich schnell im Cashgame wieder. Aber dafür konnten die Organisatoren ja nix, sondern nur ich selbst.

Im Vorjahr hast Du bei der WSOP mit dem Gewinn im 3.000 $-H.O.R.S.E.-Turnier Deinen bisher größten Turniererfolg gefeiert. Wie hat sich dieser Triumph ausgewirkt?

Mal abgesehen davon, dass es ein nettes Preisgeld gab, hat sich vor allem die Wahrnehmung meiner Person geändert. Früher war ich nur Insidern der Live-Cashgame-Szene in Deutschland bekannt, mittlerweile interessieren sich auch die Poker-Presse und teilweise auch sonstige Medien für mich.

Lange Zeit hast Du Poker semiprofessionell gespielt. Würdest Du Dich heute als Pro bezeichnen?

Wenn Ihr unter „Pro“ „produktiv“ meint, dann würde ich mich auf jeden Fall als „Pro“ bezeichnen…

Du hast Dich beim Poker immer als Cashgame-Spezialist bezeichnet. Trifft dies immer noch zu oder hast Du Deinen Schwerpunkt mehr auf Turniere verlagert?

Ich bin immer noch vor allem Cashgame-Spieler und das wird sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern. Mir macht es einfach mehr Spaß. Trotzdem bin ich bei Turnierveranstaltungen auch immer mal wieder am Tisch zu finden. Und bei der WSOP diesen Sommer werde ich wohl auch wieder ca. 10 Turniere spielen.

Du bist vor gut fünf Jahren vom Bridge zum Poker gekommen. Wie hat sich die Szene und das Spiel seitdem verändert? Was hältst Du vom Aufmarsch der jungen Generation?

Generell bereichert sie die Pokerszene und das blödeste an der jungen Generation ist, dass ich nicht mehr dazugehöre… Es sind viele, vor allem junge Spieler hinzugekommen, die spieltechnisch sehr stark sind und sich sehr viele Gedanken über das Spiel machen. Einige, die sich neben der Spieltechnik auch Gedanken über Bankroll- und Risikomanagement machen und sich vor negativen Swings entsprechend schützen, werden sicherlich auch in einigen Jahren noch in der Szene zu finden sein. Bei manchen jungen Spielern, die vom Internet ins Live-Spiel gewechselt sind, wünsche ich mir allerdings mehr Respekt und Pokeretikette. Was nützt es zum Beispiel, wenn man einem gutsituierten „Fish“ nach einem Bad Beat ungehalten vorhält, wie schlecht er against all odds gecallt hat. Entweder ist er verärgert und kommt nicht wieder oder er fängt an, über sein Spiel nachzudenken und sich zu verbessern. Beides ist nicht im Sinne des Erfinders. Auch sollten sich einige junge Spieler bewusst sein, dass sich Erfolg im Leben ganz bestimmt nicht nur über Poker definiert. Viele der Fische, die von einigen so belächelt werden, haben deutlich mehr erreicht und können sich das schlechte Pokerspiel schlichtweg leisten und spielen just for fun, weil sie im Leben erfolgreich waren. Poker-Profis können das nicht.

Als ehemaligem Bridge-Spieler sind Dir analytische Prozesse bestens bekannt. Was würdest Du einem aufstrebenden Spieler für Tipps geben, um beim Poker zu bestehen?

Über analytisches, strategisches Poker ist viel geschrieben worden. Dies ist auch unbestritten sehr wichtig und Grundvoraussetzung. Allerdings sollten sich einige Spieler mehr Gedanken über Bankroll-Management und Selbstdisziplin machen. Ich kenne unzählige Spieler, die eine Menge Talent haben und an 90 Prozent der Abende wirklich gut spielen. Wenn es aber einmal richtig schlecht läuft, „tilten“ sie und verspielen die ganzen Profite an einem Abend, an dem sie besser früh aufgehört hätten.

Wie sehen Deine Ziele in diesem Jahr aus? Abgesehen von mindestens einem weiteren Bracelet natürlich…

Privat einfach gesund und glücklich zu bleiben und vielleicht mein Gewicht mehr meiner Körpergröße anzupassen. Beim Poker ist die WSOP natürlich der Höhepunkt schlechthin. Ein zweites Bracelet wäre natürlich ein Traum, vor allem schon deshalb, weil Eddy Scharf dann mit seinen Frotzeleien wegen seiner zwei Bracelets aufhören müsste…

Vielleicht noch ein Wort zur Millionenwette des Tom Dwan. Was sagst Du zu diesem doch recht exaltierten Angebot, das die Vorstellungskraft der meisten Pokerspieler doch bei weitem sprengt?

Er ist in meinen Augen dass beste Beispiel für totalen Realitätsverlust, Unreife, Dämlichkeit und völlige Selbstüberschätzung, und zwar unabhängig davon, ob er die Wette gewinnt oder verliert. Er hat durch ein außerordentliches Pokertalent verbunden mit (zuviel?) Risikobereitschaft ein sehr nettes Vermögen angehäuft, mit dem es sich glücklich und zufrieden leben ließe. Allerdings hat er anscheinend jeden Bezug zum Geld verloren. Selbst wenn er gegen Spieler wie Phil Ivey und Patrick Antonius einen Vorteil haben sollte (was man zumindest in Zweifel ziehen kann), bleiben diese beiden Spieler dennoch so stark, dass jederzeit eine blutige Niederlage möglich ist. Er riskiert also zumindest einen Großteil, wenn nicht sogar seine ganze Bankroll, nur um sein anscheinend unterentwickeltes Ego zu beweisen. Und er wäre nicht der erste, der sich „mit plus-EV in den Bankrott gespielt hat“.

Vielen Dank, Jens!

Quelle:pokerolymp.de

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FTOPS XI – Schöne Erfolge für deutsche Spieler

Februar 10, 2009

In vollem Gange ist weiterhin die elfte Austragung der Full Tilt Online Poker Series und mit dem derzeit noch laufenden Event #12 die Halbzeit erreicht.

Für die deutschen Spieler Shoomie und nevermo brachte das Event #10 den großen Zahltag. An diesem von John Phan gehosteten No-Limit Hold’em-Turnier nahmen insgesamt 5.325 Spieler teil und sorgten für einen Preispool von mehr als 1,5 Millionen Dollar. Während die meisten Profis mehr oder weniger leer ausgingen – nur Roy Winston erreichte als 17. ein stattliches Preisgeld von 7.827 Dollar – sicherten sich Shoomie und nevermo 107.352 Dollar bzw. 63.101 Dollar. Der Sieg ging an gboro780 aus den USA, der seine Bankroll um stolze 275.000 Dollar vergrößerte.

Der Sieg bei Event #9, einem No-Limit Hold’em Shootout ging ebenfalls in die USA, an Luie Sojo, der dafür 115.000 Dollar in Empfang nehmen durfte. Host Chris Ferguson schaffte es dabei genauso wenig ins Preisgeld wie seine Full-Tilt-Kollegen Erich Kollmann, Martin Kläser und Stefan Rapp, während der Deutsche Pokerccini mit Rang 7 immerhin 18.648 Dollar abstaubte.

Auch Event #11, ein Mix aus Pot-Limit Hold’em und Pot-Limit Omaha erfreute sich mit 1.136 Spielern großer Beliebtheit. Eddy Scharf erwies sich auf Rang 240 als (vermutlich unfreiwillig) guter Gastgeber und von seinen Profi-Kollegen schaffte es nur Marco Liesy als 80. in die Preisgeldränge. Während deutsche Spieler nicht im Vorfeld landeten, holte sich der Finne Ketse die Siegprämie von 51.120 Dollar.

Quelle:Pokerolymp.de

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